Brasilien - Ein Reisebericht Drucken

der erste teil der reise

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Wir sind gestern nach insgesamt 23h Reisezeit (12h Flug von Frankfurt nach Rio, 7h Aufenthalt in Rio, 4h Flug von Rio nach Manaus) glücklich aber völlig erschöpft in Manaus angekommen und wurden hier im Greenpeace-Sitz in der Stadt herzlich empfangen.

Das Klima hier ist unerträglich feucht-heiß, wir schwitzen uns die Seele aus dem Leib und Nachts schmoren wir im eigenen Saft bei immer noch 30C° und 99% Luftfeuchte. Es regnet immer mal wieder am Tag, zwar nur kurz aber dann heftig, was die drückende Schwüle nicht gerade verringert.

Jeder Spaziergang verlangt einem einiges an Kondition ab. Ein eiskaltes Bier hat nie besser geschmeckt! Wenn man dagegen in ein Taxi steigt, bekommt man einen Schnupfen oder fast schon Erfrierungen, weil die Brasilianer es grundsätzlich mit den Klimaanlagen übertreiben und ihre Autos und Supermärkte auf bitterkalte 10-15C° runter kühlen - ein Extrem jagt das andere - damit muss man als weicher Europäer erst einmal fertig werden.

Der Greenpeace-Sitz hier ist bestens ausgestattet, mit schnellem Internet W-Lan, Telefon, GIS Abteilung. Ein großräumiges zweistöckiges Gebäude, das (leider) rund um die Uhr bewacht werden muss von einer bewaffneten Wachmannschaft.

Im Erdgeschoss befindet sich eine große, eigene Boots- und Autowerkstatt, im ersten Stock die Büroräume, wo ca. 20 Mitarbeiter arbeiten, inklusive eines Kartografie-Labors mit Plotter und schnellen Rechnern. Im zweiten Stock sind die Gästezimmer und der Essenssaal für die Mitarbeiter. Wir haben hier eine ausgesprochen bequeme Unterkunft in einem 4-Bett-Zimmer mit eigenem Bad für uns alleine.

Heute war ein reiner Organisationstag, wir sind zur Stiftung Fundacao Victoria Amazonica (FVA) gefahren, einer NGO die diverse sozio-ökologische Projekte in verschiedenen Schutzgebieten in Zentralamazonien vorantreibt. Dort haben wir unsere Expedition zur Serra Araca, einer Bergregion mit Nebelwäldern in Nordamazonien, angebahnt.

Ansonsten haben wir den Wasserflugzeug-Piloten getroffen, der uns morgen das erste Highlight der Reise ermöglicht: Einen Rundflug über den Flussarchipel der Anavilhanas im Rio Negro, dem größten Flussarchipel der Erde.